Im Oktober 1939 wurde in Lightning Ridge, einer kleinen Opalminenstadt im Outback, ein Junge geboren, der später die Leinwand erobern sollte. Paul Hogan wuchs in einfachen Verhältnissen auf und arbeitete als Brückenbauer auf der Sydney Harbour Bridge, bevor er ins Fernsehen fand. Heute ist er vor allem als Mick „Crocodile“ Dundee bekannt – eine Rolle, die ihn über Nacht zum Star machte.
Wie ein australischer Brückenarbeiter zur Kultfigur wurde
Hogan begann seine Karriere in den 1970er-Jahren mit Comedy-Sketchen in der Fernsehshow „The Paul Hogan Show“. Sein trockener Humor und sein entspanntes Auftreten kamen beim Publikum gut an. Der Durchbruch gelang ihm 1986 mit dem Film „Crocodile Dundee“. Die Geschichte eines australischen Abenteurers, der nach New York reist, spielte weltweit über 328 Millionen US-Dollar ein. Hogan erhielt dafür einen Golden Globe als Bester Hauptdarsteller in einer Komödie. Der Film machte ihn zu einem der bekanntesten Gesichter Australiens.
Warum Paul Hogan in Deutschland und Europa besonders beliebt war
In Deutschland lief „Crocodile Dundee“ 1987 in den Kinos an und wurde sofort ein Hit. Die Mischung aus Outback-Romantik und selbstironischem Humor traf den Geschmack des europäischen Publikums. Hogan verkörperte das Klischee des rauen, aber herzlichen Australiers perfekt – ohne es zu übertreiben. Auch die Fortsetzung „Crocodile Dundee II“ (1988) war erfolgreich, wenn auch nicht ganz so stark. In den 1990er-Jahren ließ sein Stern langsam nach, aber sein Image als sympathischer „Mick“ blieb haften.
Was der Steuerstreit der 2010er-Jahre über Hogans Finanzen verrät
In den 2010er-Jahren geriet Hogan in einen öffentlichen Steuerstreit mit der australischen Steuerbehörde. Es ging um Einkünfte aus den 1980er-Jahren, die er angeblich nicht korrekt versteuert hatte. Der Fall zog sich über Jahre hin und belastete sein Vermögen, das zeitweise auf über 50 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. Hogan wehrte sich vor Gericht, verlor aber letztlich. Der Streit zwang ihn, einen Teil seines Vermögens zu verkaufen, darunter eine Luxusyacht. Die Affäre zeigte, dass selbst große Filmstars nicht immun gegen Steuerprobleme sind.
Wie „The Very Excellent Mr. Dundee“ Hogans Rückkehr inszenierte
Nach Jahren des Rückzugs kehrte Hogan 2020 mit der Serie „The Very Excellent Mr. Dundee“ auf die Leinwand zurück. Die Mockumentary parodiert sein eigenes Leben und seinen Ruhm. Hogan spielt sich selbst – einen alternden Star, der versucht, ein Comeback zu starten. Der Film kam bei Kritikern gemischt an, aber Fans schätzten den selbstironischen Ton. Hogan selbst sagte in Interviews, er habe die Arbeit genossen, wolle aber nicht dauerhaft zurückkehren. Seitdem lebt er zurückgezogen in Australien und meidet die Öffentlichkeit.
| Film/Serie | Jahr | Rolle |
|---|---|---|
| Crocodile Dundee | 1986 | Mick Dundee |
| Crocodile Dundee II | 1988 | Mick Dundee |
| Almost an Angel | 1990 | Terry Dean |
| The Very Excellent Mr. Dundee | 2020 | sich selbst |
Frequently Asked Questions
Warum wurde Paul Hogan mit dem Golden Globe ausgezeichnet?
Hogan gewann 1987 den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller in einer Komödie für seine Rolle in „Crocodile Dundee“. Der Film war ein internationaler Erfolg und machte ihn über Nacht zum Star. Einen breiteren Überblick liefert Paul Hogan – Biography – IMDb
Ist Paul Hogan heute noch als Schauspieler aktiv?
Hogan hat sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurückgezogen. Sein letzter Auftritt war 2020 in der Mockumentary „The Very Excellent Mr. Dundee“. Er lebt zurückgezogen in Australien und plant keine weiteren Projekte.
Wie alt ist Paul Hogan?
Paul Hogan wurde am 8. Oktober 1939 geboren. Er ist damit über 80 Jahre alt. Sein genaues Alter hängt vom aktuellen Datum ab, aber er gehört zu den älteren aktiven Schauspielern Australiens.
Wer war Paul Hogans Ehepartnerin?
Hogan war von 1990 bis 2014 mit der US-amerikanischen Schauspielerin Linda Kozlowski verheiratet. Sie lernten sich am Set von „Crocodile Dundee“ kennen, in dem Kozlowski die weibliche Hauptrolle spielte.
Stimmt es, dass Paul Hogan in einen Steuerstreit verwickelt war?
Ja, das ist bestätigt. In den 2010er-Jahren stritt Hogan mit der australischen Steuerbehörde über nicht versteuerte Einkünfte aus den 1980ern. Er verlor den Fall und musste Vermögenswerte verkaufen, darunter eine Yacht.