Royals sind Mitglieder von Königshäusern, deren Status auf Erbfolge oder Heirat beruht. Das britische Königshaus Windsor regiert seit 1917, benannt nach Schloss Windsor. Queen Elizabeth II. war von 1952 bis 2022 die am längsten regierende Monarchin Großbritanniens.
Wie die britische Monarchie finanziert wird und was sie kostet
Die britische Monarchie erhält jährlich den Sovereign Grant, der 2023/24 rund 100 Millionen Pfund betrug. Dieses Geld stammt aus den Erträgen des Crown Estate, einem staatlichen Immobilienportfolio. Im Gegenzug verzichtet der Souverän auf die Einnahmen aus diesem Besitz. Kritiker bemängeln die Höhe der Summe, während Befürworter auf die tourismusfördernde Wirkung der Royals verweisen. König Charles III. wurde 2023 in der Westminster Abbey gekrönt – eine Zeremonie, die zusätzliche Kosten verursachte, aber auch weltweite Medienaufmerksamkeit brachte.
Europäische Monarchien im Vergleich: Dänemark, Schweden und Spanien
Die dänische Königin Margrethe II. dankte am 14. Januar 2024 ab – ihr Sohn Frederik X. folgte ihr auf den Thron. In Schweden ist König Carl XVI. Gustaf seit 1973 Staatsoberhaupt, während Spanien seit 2014 von König Felipe VI. regiert wird, nachdem sein Vater Juan Carlos I. abgedankt hatte. Anders als in Großbritannien sind die skandinavischen Monarchien deutlich kostengünstiger: Die schwedische Monarchie erhält jährlich etwa 15 Millionen Euro aus Steuermitteln. In Japan bestieg Kaiser Naruhito 2019 den Chrysanthementhron nach der Abdankung seines Vaters Akihito – ein seltenes Ereignis in der japanischen Geschichte.
Was über die Rolle der Royals bekannt ist und was unklar bleibt
Gesichert ist: Royals in konstitutionellen Monarchien haben repräsentative Aufgaben, aber keine politische Macht. Der britische Monarch ernennt zwar formell den Premierminister, folgt dabei jedoch dem Votum des Unterhauses. Unklar bleibt, wie viel Einfluss Royals hinter den Kulissen ausüben. Prinz Harry und Meghan Markle traten 2020 von ihren royalen Pflichten zurück und leben heute in den USA – ihre öffentlichen Äußerungen über die Familie haben Spekulationen über interne Konflikte ausgelöst, die jedoch nicht unabhängig verifiziert sind. Prinz William ist seit 2022 Thronfolger (Prince of Wales) nach seinem Vater Charles.
Häufige Missverständnisse über Royals und ihre tatsächliche Bedeutung
Ein verbreiteter Irrglaube: Royals seien völlig unabhängig von Steuergeldern. Tatsächlich finanzieren sich die meisten europäischen Monarchien zumindest teilweise aus öffentlichen Mitteln. Ein weiteres Missverständnis betrifft die politische Macht: In keinem der genannten Länder kann der Monarch eigenständig Gesetze erlassen oder Wahlen aussetzen. Auch die Vorstellung, Royals seien unantastbar, ist falsch – in Großbritannien können Bürger Petitionen gegen die Monarchie einreichen, und republikanische Bewegungen sind legal. Die britische Monarchie kostet den Steuerzahler pro Person weniger als ein Pfund im Jahr, was viele überrascht. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt Royals (Lied) das Thema ausführlicher
Frequently Asked Questions
Wer ist der am längsten regierende Monarch der britischen Geschichte?
Queen Elizabeth II. regierte 70 Jahre und 214 Tage – von 1952 bis zu ihrem Tod 2022. Damit übertraf sie ihre Ururgroßmutter Queen Victoria, die 63 Jahre auf dem Thron saß. Weitere gesicherte Angaben sind in Official Kansas City Royals Website | MLB.com zusammengefasst
Wie unterscheidet sich die Rolle des britischen Königs von der des spanischen Königs?
Beide sind Staatsoberhäupter in konstitutionellen Monarchien, aber der britische Monarch ernennt formell den Premierminister, während der spanische König nach der Verfassung von 1978 eine eher zeremonielle Rolle hat. In Spanien kann der König den Cortes Generales (Parlament) nicht auflösen.
Wann dankte die dänische Königin Margrethe II. ab?
Sie dankte am 14. Januar 2024 ab, genau 52 Jahre nach ihrer Thronbesteigung. Ihr Sohn Frederik X. wurde noch am selben Tag zum König ausgerufen.
Wie viele Königshäuser gibt es in Europa?
In Europa existieren derzeit zwölf Monarchien, darunter sieben Königreiche (Belgien, Dänemark, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien, Vereinigtes Königreich) sowie Fürstentümer wie Liechtenstein und Monaco. Die genaue Zahl variiert je nach Definition.
Stimmt es, dass Prinz Harry und Meghan Markle ihren royalen Titel verloren haben?
Nein, sie behielten ihre Titel „Herzog und Herzogin von Sussex“, dürfen sie aber nicht mehr aktiv nutzen. Nach ihrem Rückzug 2020 einigten sie sich mit dem Königshaus darauf, keine offiziellen royalen Pflichten mehr zu übernehmen und auf die Anrede „HRH“ zu verzichten.